Bandbio (Deutsch)

Das Leben schreibt eben immer noch die besten Geschichten:
Carsten Knappe und Harry Vogel sahen sich Mitte der 80er Jahre häufig, auch wenn der eine in Hamburg und der andere in München lebte. Aber der Zufall wollte es nun mal so, dass Carstens damalige Band Chocolate Factory regelmäßig für Auftritte mit Harrys damaliger Band Swinging London gebucht wurde. Fab-Allnighter in Hamburg, Four by Art Weekender in Augsburg oder ein Auftritt im Chelsea in Wien – immer wieder lief man sich über den Weg, und auch wenn der Stil beider Bands unterschiedlich war, verstand man sich einfach prima.
Nach dem Ende beider Bands verlor man sich aber aus den Augen, und so machte Harry große Augen, als ihn bei einer Geburtstagsparty kaum 25 Jahre später ein frisch nach München umgezogener Hanseat unvermittelt ansprach – es war Carsten!
Um Carsten zu helfen, seinen dubiosen Status als „Zuagroaßter“ (Münchnerisch für „Wahlmünchner“) möglichst schnell zu verlieren, bearbeitete Harry ihn solange, bis Carsten endlich zusagte, in einem neuen Bandprojekt Bass zu spielen. Die Idee war, mit Freunden, die man schon lange kannte, die den richtigen Stallgeruch hatten (sprich: irgendwie in der Mod-Szene der 80er Jahre verwurzelt waren), und nach wie vor eine innige Liebe für die 60er, aber auch für Punk und Powerpop der späten 70er Jahre empfanden, laut, schnell und intensiv Krach zu spielen, so als ob seit 1980 keine Zeit vergangen wäre.
Smart Patrol war geboren. Das line-up machten Michi Müller (git, voc), der in den 80ern bei den legendären Merricks spielte, Christoph Strohmeyer ( auch bei den überregional bekannten Garagenpunkern von den Royal Flares tätig) und … kaum zu glauben … Jani Egloff (voc) komplett. Jani stammt wie Carsten aus Hamburg und ist seit den 80er Jahren als Sängerin und Frontfrau von Bands wie Daisy Chain und Yummy weit über Deutschland hinaus bekannt geworden.
Und so setzten die fünf ihren Vorsatz, Spaß zu haben und Krach zu machen, konsequent um. Der Set von Smart Patrol besteht sowohl aus Eigenkompositionen –  wobei als augenzwinkernde Homage an die gemeinsame Vergangenheit je eine alte Chocolate Factory Nummer („World of the lonely people“) sowie ein Song von Swinging London („Popstar“) zum Repertoire gehören – als auch Coverversionen obskurer 79er -Powerpop/Modrevival Nummern.
Aufgrund familiärer Verpflichtungen (say no more) verließ Jani 2014 die Band, so dass der Rest sbis 2018  zu viert auf der Bühne stand, aber auch in dieser reduzierten Besetzung hauten die Jungs dem Publikum Powerpop-Schmankerl um die Ohren, die sich gewaschen haben.
Wie soll man die Musik nun nennen? Modpunk? Smarter Krach? Oder lieber doch Musik für alle, die Stil haben, aber dennoch wissen, dass man sich dann und wann einfach daneben benehmen muss?