1. Ende der Hegemonie Napoleons:
- In Frankreich ist Napoleon zwar wegen seiner militärischen Erfolge sehr beliebt, aber auch seine erfolgreiche Innenpolitik (u.a. lässt er das heute noch in Frankreich gültige Gesetzbuch, den „Code Civil“, erstellen) sichert ihm die Sympathie vieler Franzosen
- Allerdings zeigen sich ab ca. 1809/10 erste militärische Probleme, seine Hegemonie (=Vorherrschaft) über Europa beginnt zu bröckeln:
- Untersuche M1, S. 32 daraufhin, ab wann Napoleons Niedergang beginnt und mit welchen 3 Ereignissen dieser verbunden ist:
- Nach der Kaiserkrönung 1804 beginnt langsam sein Abstieg
- 3 Ereignisse sind wichtig: 1809/1810 müssen sich seine Truppen in Spanien zurückziehen, 1812 erleidet er in Rußland eine Niederlage, die Radierung spricht am Ende auch von einem „Abschied aus Deutschland“
2. Entscheidende Niederlagen:
- Schau dir aufmerksam dieses Lernvideo von MrWissentogo an und beantworte folgende Fragen:
- Durch Sozialreformen, Zentralisierung der Verwaltung, Modernisierung der Justiz (=Code Civil), Volksabstimmungen zu wichtigen Fragen,
- Ganz Europa soll die Errungenschaften der frz. Revolution übernehmen
- Frz. Gesetze, Maße/Gewichte, Geld und Sitten sollen überall verbreitet werden
- Als Unterdrücker und Tyrann
- V.a. junge Menschen fühlen ein Nationalbewusstsein und wollen ihre Freiheit erkämpfen
- Im Herbst 1813 verbünden sich Preußen, Rußland, Schweden und Großbritannien gegen Napoleon, Österreich zögert zunächst noch: Lies folgende Quelle durch – dieses Gespräch zwischen Napoleon und dem österreichischen Minister Metternich fand im Sommer 1813 statt – weshalb benötigt Napoleon einen Sieg und kann sich nicht auf einen Komromiß mit seinen Gegner einlassen?
Napoleon: Sie wollen also Krieg?
Metternich: Krieg und Frieden liegt in der Hand Eurer Majestät … heute können Sie noch Frieden schließen, morgen dürfte es zu spät sein.
Napoleon: Nimmermehr! Ich werde zu sterben wissen, aber ich trete keine handbreit Bodens ab. Eure Herrscher, geboren auf dem Throne, können sich 20 mal schlagen lassen und doch immer wieder in ihre Residenzen zurückkehren; das kann ich nicht, ich, der Sohn des Glücks! Meine Herrschaft überdauert den Tag nicht, an dem ich aufgehört habe, stark und folglich gefürchtet zu sein.
Metternich: Krieg und Frieden liegt in der Hand Eurer Majestät … heute können Sie noch Frieden schließen, morgen dürfte es zu spät sein.
Napoleon: Nimmermehr! Ich werde zu sterben wissen, aber ich trete keine handbreit Bodens ab. Eure Herrscher, geboren auf dem Throne, können sich 20 mal schlagen lassen und doch immer wieder in ihre Residenzen zurückkehren; das kann ich nicht, ich, der Sohn des Glücks! Meine Herrschaft überdauert den Tag nicht, an dem ich aufgehört habe, stark und folglich gefürchtet zu sein.
- Napoleon stützt seine Herrschaft auf seine Siege, ohne diese wird er sich in Frankreich als Herrscher nicht halten können
- Daher kann er keine Komromisse eingehen: ein Unetschieden kommt für ihn einer Niederlage gleich!
- Da Napoleon Kompromisse ablehnt, stellt sich auch Österreich gegen ihn – so kommt es vom 16.10. – 19.10. 1813 zur sogen. „Völkerschlacht“ bei Leipzig, die bis dahin größte und längste Schlacht der Weltgeschichte; über eine halbe Million Soldaten nehmen teil, mehr als 60.000 überleben die Kämpfe nicht.
- Diese Dokumentation zeichnet ein sehr realistisches und plastische Bild der Schlacht! Schaut es euch mal in aller Ruhe an (Länge: 42 Minuten!)
- Napoleon verliert diese Schlacht, muss sich nach Frankreich zurückziehen und dort passiert, was er vorhergesagt hat: die Franzosen sind nicht mehr bereit, ihn zu unterstützen und am 12.4.1814 dankt er ab
- In Frankreich wird die Monarchie unter der alten Herrscherfamilie wieder hergestellt, Napoleon hingegen erhält die Insel Elba als Fürstentum, darf aber nie wieder nach Frankreich zurückkehren
3. Die Herrschaft der 100 Tage:
- Knapp ein Jahr später beschließt Napoleon die Unzufriedenheit in Frankreich mit dem neuen Herrscher auszunützen. Er landet mit seiner Leibgarde in Südfrankreich und will die Macht wieder an sich reißen!
- Die Truppen, die ihm entgegengeschickt werden, um ihn zu stoppen und zu verhaften, reagieren allerdings anders, als der König von Fraknreich erwartet: dieser Filmausschnitt zeigt, was passiert!
- Interessant sind die Schlagzeilen der Pariser Presse in diesem Monat:
7. März 1815: Das korsische Ungeheuer ist in der Bucht von Juan gelandet
9. März 1815: Der Menschenfresser marschiert auf Grasse zu
11. März 1815: Das Monster ist in Grenoble eingezogen
16. März 1815: Der Tyrann hat Lyon besetzt
19. März 1815: Napoleon nähert sich der Hauptstadt
20. März 1815: Der Kaiser ist in Fontaunebleau eingetroffen
21. März 1815: Seine kaiserliche Majestät wird heute eine Ansprache an seine treuen Untertanen halten
- in Frankreich findet ein Stimmungsumschwung nicht nur be Soldaten, sondern beim ganzen Volk statt
- der Name „Napoleon“ hat nichts von seiner Faszination verloren und noch immer sind Millionen Menschen bereit, sich ihm unterzuordnen
- Napoleons ehemalige Gegner mobiliseren allerdings sofort ihre Armeen und im Juni 1815 kommt es in der Nähe von Brüssel zur Schlacht von Waterloo (18.6.1815) zwischen Napoleon auf der einen und preußischen und britischen Truppen auf der anderen Seite
- Napoleon verliert diese Schlacht, dankt am 22.6.1815 erneut ab und muss sich Anfang Juli von den Briten gefangennehmen lassen
- Diese transportieren ihn auf die einsame Atlantikinsel St. Helen, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1812 unter Hausarrest steht.
4. Hefteintrag:
- Kopiere den Hefteintrag (Befreiungskriege) in dein Geschichtsheft
- Tipp: am 20.12. um 19.30 zeigt das ZDF um 19.30 Uhr eine Dokumentation über die Völkerschlacht von Leipzig – unbedingt angucken!
- Diese Foto zeigt die Uniform eines der ersten preußischen Freiwilligen, die 1813 gegen Napoleon die Waffen ergriffen haben. Auffällig daran sind die Farben und sie haben für uns heute ein große Bedeutung … erkennst du, weshalb?
